WordPress Plugins installieren, deaktivieren und löschen

WordPress Plugins installieren, deaktivieren und löschen

✅ Aktualisiert am

WordPress Plugins installieren gehört zu den ersten Aufgaben, wenn du deine Website um zusätzliche Funktionen erweitern möchtest. Ein Kontaktformular, eine Backup-Lösung, ein Cache oder zusätzliche Funktionen für den Editor lassen sich häufig über ein Plugin ergänzen, ohne dass du selbst programmieren musst.

Die eigentliche Installation dauert meistens nur wenige Klicks. Trotzdem solltest du wissen, was WordPress beim Installieren, Aktivieren, Deaktivieren und Löschen eines Plugins jeweils macht. Gerade zwischen Deaktivieren und Löschen gibt es einen Unterschied, der für deine Einstellungen und gespeicherten Daten relevant sein kann.

In dieser Anleitung gehe ich den normalen Weg über das WordPress-Backend Schritt für Schritt durch. Die manuelle Installation über den Webserver kommt erst dort ins Spiel, wo sie tatsächlich gebraucht wird.

Was passiert beim Installieren, Aktivieren und Löschen eines Plugins?

Ein Plugin ist eine Erweiterung für WordPress. Es besteht aus Dateien, die zusätzliche Funktionen bereitstellen oder vorhandene Funktionen verändern können.

Die vier Aktionen Installieren, Aktivieren, Deaktivieren und Löschen bedeuten dabei unterschiedliche Dinge:

AktionWas passiert?
InstallierenWordPress lädt die Plugin-Dateien auf deinen Webspace. Das Plugin muss danach noch aktiviert werden.
AktivierenWordPress bindet das Plugin ein und dessen Funktionen stehen zur Verfügung.
DeaktivierenDie Funktionen des Plugins werden abgeschaltet. Die Plugin-Dateien bleiben installiert.
LöschenWordPress entfernt die Plugin-Dateien. Ob auch Einstellungen und andere gespeicherte Daten verschwinden, hängt vom Plugin ab.

Du kannst ein Plugin also installieren, ohne es sofort zu verwenden. Erst mit der Aktivierung beginnt es normalerweise, seine eigentliche Aufgabe auf deiner Website zu übernehmen.

Eine Deaktivierung eignet sich beispielsweise für einen Test oder die Fehlersuche. Möchtest du ein Plugin dauerhaft nicht mehr verwenden, ist das Löschen meist die bessere Lösung.

Vor der Installation solltest du das Plugin kurz prüfen

Im offiziellen Plugin-Verzeichnis von WordPress findest du eine sehr große Auswahl an Erweiterungen. Trotzdem solltest du nicht jedes Plugin einfach installieren, das ungefähr nach der gesuchten Funktion klingt.

Öffne vor der Installation die Detailansicht des Plugins und prüfe einige grundlegende Angaben:

  • Passt das Plugin tatsächlich zu der benötigten Aufgabe?
  • Wird es noch gepflegt und regelmäßig aktualisiert?
  • Ist es mit deiner WordPress-Version kompatibel beziehungsweise dafür getestet?
  • Gibt es eine nachvollziehbare Beschreibung und Dokumentation?
  • Wie fallen Bewertungen und aktuelle Support-Erfahrungen aus?

Eine hohe Zahl aktiver Installationen allein macht ein Plugin noch nicht automatisch zur besten Wahl. Für eine einfache Aufgabe kann eine schlanke Erweiterung sinnvoller sein als ein umfangreiches Plugin mit vielen Funktionen, die du überhaupt nicht benötigst.

Installiere auch nicht mehrere Plugins gleichzeitig, wenn du gerade eine neue Funktion einrichtest. Falls anschließend ein Fehler auftritt, lässt sich wesentlich leichter feststellen, welches Plugin dafür verantwortlich ist.

Bei umfangreicheren Erweiterungen, die beispielsweise tief in Shop, Sicherheit, Caching oder Datenverwaltung eingreifen, sollte vor der Aktivierung ein aktuelles Backup vorhanden sein. Viele Plugins erstellen bei ihrer ersten Aktivierung eigene Einstellungen oder Datenbankeinträge.

Gerade wenn du deine Website erst neu eingerichtet hast, lohnt es sich, bei den Plugins zunächst zurückhaltend zu bleiben. Welche Punkte direkt nach der Einrichtung wichtig sind, findest du auch in meiner Anleitung zum WordPress installieren und richtig einrichten.

WordPress Plugin installieren: der einfachste Weg über das Dashboard

Plugins aus dem offiziellen WordPress-Verzeichnis kannst du direkt im Administrationsbereich deiner Website installieren. Für Einsteiger ist das der einfachste und sinnvollste Weg.

Melde dich im WordPress-Backend mit einem Benutzerkonto an, das Plugins verwalten darf. Bei einer normalen WordPress-Installation ist das in der Regel ein Administrator.

Öffne anschließend Plugins → Installieren. Abhängig von der verwendeten WordPress-Sprachdatei kann der Menüpunkt auch sinngemäß als „Neues Plugin hinzufügen“ bezeichnet sein.

Auf dieser Seite kannst du das offizielle Plugin-Verzeichnis direkt durchsuchen.

1. Plugin suchen

Gib rechts oben in das Suchfeld den Namen des gewünschten Plugins oder einen passenden Begriff ein.

Kennst du den exakten Plugin-Namen, solltest du nach diesem suchen. Gerade bei bekannten Funktionen wie SEO, Backups oder Kontaktformularen werden dir ansonsten sehr viele Erweiterungen angezeigt.

Achte darauf, dass du wirklich das gewünschte Plugin auswählst. Ähnliche Namen und Erweiterungen für andere Plugins können leicht verwechselt werden.

2. Plugin installieren

Hast du das richtige Plugin gefunden, klickst du auf Jetzt installieren.

WordPress Plugin im Dashboard suchen und installieren

WordPress lädt das Plugin aus dem offiziellen Verzeichnis herunter, entpackt es und legt die benötigten Dateien auf deinem Webspace ab. Dafür musst du normalerweise weder Dateien herunterladen noch mit einem FTP-Programm arbeiten.

Nach erfolgreicher Installation ändert sich die Schaltfläche.

3. Plugin aktivieren

Klicke anschließend auf Aktivieren, wenn du das Plugin direkt verwenden möchtest.

Mit diesem Schritt wird die Erweiterung aktiv in WordPress eingebunden. Je nach Plugin erscheint anschließend eine Einrichtungsseite, ein neuer Menüpunkt oder ein zusätzlicher Eintrag unter Einstellungen oder Werkzeuge.

Bei manchen Plugins passiert im Backend auf den ersten Blick gar nichts. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Aktivierung fehlgeschlagen ist. Einige Erweiterungen arbeiten hauptsächlich im Hintergrund.

Nach der Aktivierung die Website kontrollieren

Nach der Installation solltest du kurz prüfen, ob deine Website weiterhin wie erwartet funktioniert.

Rufe zuerst die Startseite und einige typische Unterseiten auf. Kontrolliere anschließend die Funktion, für die du das Plugin installiert hast.

Bei einem Kontaktformular wäre das beispielsweise ein Testversand. Bei einer Erweiterung für den Editor könntest du prüfen, ob die erwarteten Blöcke oder Funktionen verfügbar sind.

Sieh dir auch die Einstellungen des Plugins an. Eine erfolgreiche Aktivierung bedeutet nicht automatisch, dass die Erweiterung bereits passend für deine Website konfiguriert ist.

Das gilt besonders für umfangreichere Erweiterungen. Wenn du beispielsweise The SEO Framework einrichten möchtest, solltest du nach der Aktivierung einige Grundeinstellungen gezielt prüfen und nicht einfach jede verfügbare Option verändern.

Falls direkt nach der Aktivierung Fehlermeldungen, Darstellungsprobleme oder andere ungewöhnliche Effekte auftreten, liegt ein Zusammenhang mit dem gerade installierten Plugin nahe. In diesem Fall solltest du es zunächst wieder deaktivieren und prüfen, ob der Fehler verschwindet.

WordPress Plugin als ZIP-Datei installieren

Nicht jedes Plugin befindet sich im offiziellen WordPress-Verzeichnis. Kostenpflichtige Erweiterungen oder Plugins eines bestimmten Anbieters bekommst du häufig als ZIP-Datei.

Auch diese Plugins kannst du normalerweise direkt über das WordPress-Backend installieren.

Öffne wieder Plugins → Installieren und klicke oben auf Plugin hochladen.

Wähle anschließend die ZIP-Datei auf deinem Computer aus und starte die Installation mit Jetzt installieren.

WordPress Plugin als ZIP-Datei hochladen und installieren

Wichtig ist, dass du die heruntergeladene Plugin-Datei vorher normalerweise nicht entpackst. WordPress erwartet beim Upload ein entsprechendes ZIP-Paket.

Nach erfolgreicher Installation kannst du das Plugin über die angezeigte Schaltfläche aktivieren.

Lade solche Dateien nur aus einer Quelle herunter, der du vertraust. Bei einem kostenpflichtigen Plugin sollte das normalerweise das Kundenkonto oder die offizielle Website des Herstellers sein.

Eine zufällig irgendwo gefundene ZIP-Datei eines eigentlich kostenpflichtigen Plugins ist keine sinnvolle Abkürzung. Du kannst weder zuverlässig beurteilen, ob die Dateien unverändert sind, noch ob du spätere Sicherheitsupdates bekommst.

Plugins manuell per SFTP oder Dateimanager installieren

WordPress unterstützt auch die manuelle Installation von Plugins direkt auf dem Webserver. Im normalen Alltag brauchst du diesen Weg kaum.

Er kann hilfreich sein, wenn die Installation über das Backend aufgrund der Serverkonfiguration nicht funktioniert oder du ein Plugin aus einem anderen technischen Grund manuell übertragen musst.

Dabei wird die ZIP-Datei zunächst auf dem eigenen Computer entpackt. Anschließend überträgst du den vollständigen Plugin-Ordner in das Verzeichnis:

wp-content/plugins/

Dafür kannst du beispielsweise einen SFTP-Zugang oder den Dateimanager deines Hosting-Anbieters verwenden.

Nach dem Upload erscheint das Plugin unter Plugins → Installierte Plugins und kann dort aktiviert werden.

Für einen Einsteiger ist diese Methode keine bessere Alternative zur normalen Installation über das Dashboard. Solange WordPress Plugins selbst installieren kann, gibt es keinen Grund, die Dateien manuell auf dem Server zu verwalten.

WordPress Plugin deaktivieren

Möchtest du eine Erweiterung vorübergehend abschalten, musst du sie nicht löschen.

Öffne Plugins → Installierte Plugins und suche das betreffende Plugin. Bei einem aktiven Plugin findest du dort die Aktion Deaktivieren.

Nach dem Klick beendet WordPress die aktive Nutzung des Plugins. Die Dateien bleiben jedoch auf deinem Webspace liegen.

Auch gespeicherte Einstellungen bleiben bei einer normalen Deaktivierung üblicherweise erhalten. Das genaue Verhalten bestimmt allerdings der Entwickler des jeweiligen Plugins.

Eine Deaktivierung ist deshalb besonders praktisch, wenn du:

  • einen Plugin-Konflikt untersuchen möchtest,
  • eine Erweiterung vorübergehend nicht benötigst,
  • zwei ähnliche Plugins vergleichen möchtest,
  • prüfen möchtest, ob ein bestimmtes Problem vom Plugin verursacht wird.

Beachte dabei die Aufgabe des Plugins. Deaktivierst du beispielsweise eine Erweiterung, die Formulare, spezielle Inhaltsarten oder andere sichtbare Funktionen bereitstellt, können diese Bereiche auf deiner Website sofort nicht mehr funktionieren oder anders dargestellt werden.

Prüfe nach einer Deaktivierung daher die betroffenen Seiten.

Deaktivieren ist nicht dasselbe wie Löschen

Ein deaktiviertes Plugin befindet sich weiterhin vollständig auf deinem Webserver. Du kannst es jederzeit wieder aktivieren.

Das ist praktisch für kurze Tests. Dauerhaft ungenutzte Plugins solltest du dagegen nicht einfach jahrelang deaktiviert liegen lassen.

Auch ein inaktives Plugin besteht weiterhin aus Programmdateien und muss bei zukünftigen Wartungsarbeiten berücksichtigt werden. Benötigst du die Erweiterung nicht mehr, kannst du sie nach einer kurzen Prüfung löschen.

Eine Ausnahme kann ein Plugin sein, das du nur vorübergehend deaktiviert hast und in absehbarer Zeit wieder einsetzen möchtest. Dann erspart dir die Deaktivierung eine erneute Installation und Einrichtung.

WordPress Plugin richtig löschen

Ein aktives Plugin lässt sich über die normale Plugin-Verwaltung nicht direkt löschen. Du musst es zuerst deaktivieren.

Gehe zu Plugins → Installierte Plugins, suche die Erweiterung und klicke auf Deaktivieren.

Bei einem inaktiven Plugin steht anschließend die Aktion Löschen zur Verfügung.

WordPress Plugin deaktivieren und anschließend löschen

Nach deiner Bestätigung entfernt WordPress die Plugin-Dateien aus dem Plugin-Verzeichnis. Damit ist die Erweiterung selbst nicht mehr installiert.

Vor dem Löschen solltest du bei umfangreicheren Plugins überlegen, ob du die gespeicherten Einstellungen oder Daten später noch benötigst.

Das betrifft beispielsweise Plugins, die eigene Formulare, Statistiken, Tabellen, Weiterleitungen oder andere zusätzliche Daten verwalten. Je nach Erweiterung kann das Löschen unterschiedliche Folgen haben.

Werden beim Löschen eines Plugins alle Daten entfernt?

Hier gibt es keine einheitliche Antwort.

WordPress kann beim Löschen eines Plugins dessen dafür vorgesehene Deinstallationsroutine ausführen. Der Plugin-Entwickler entscheidet jedoch, welche Daten dabei entfernt werden.

Ein sauber programmiertes Plugin kann beim Löschen beispielsweise eigene Einstellungen oder eigens angelegte Datenbanktabellen entfernen. Andere Plugins behalten bestimmte Daten absichtlich, damit sie bei einer späteren Neuinstallation wieder verfügbar sind.

Manche Erweiterungen bieten dafür eine eigene Einstellung wie „Daten beim Deinstallieren löschen“ oder eine ähnlich bezeichnete Option an.

Deshalb solltest du vor dem endgültigen Löschen eines umfangreichen Plugins dessen Einstellungen und Dokumentation prüfen, wenn dir die gespeicherten Daten wichtig sind.

Das gilt auch in die andere Richtung: Möchtest du eine Erweiterung vollständig loswerden, reicht der Klick auf Löschen nicht zwangsläufig aus, um jede jemals angelegte Einstellung aus der Datenbank zu entfernen.

Du solltest deshalb auch keine Datenbankeinträge auf Verdacht manuell löschen. Ohne genaue Kenntnis des Plugins lässt sich kaum sicher beurteilen, welche Daten noch gebraucht werden.

Was passiert mit Inhalten, die ein gelöschtes Plugin erstellt hat?

Das hängt stark von der Aufgabe des Plugins ab.

Hat eine Erweiterung lediglich eine Funktion im Hintergrund bereitgestellt, fällt die Deinstallation auf vorhandenen Seiten möglicherweise kaum auf. Anders sieht es bei Plugins aus, die direkt an deinen Inhalten beteiligt sind.

Ein Plugin kann beispielsweise eigene Blöcke, Shortcodes, Formulare oder spezielle Inhaltstypen bereitstellen. Wird die Erweiterung deaktiviert oder gelöscht, kann WordPress diese Inhalte unter Umständen nicht mehr wie vorher ausgeben.

Bei einem Plugin-Wechsel solltest du deshalb zuerst prüfen, welche Inhalte davon abhängig sind.

Besonders bei umfangreichen Erweiterungen empfiehlt es sich, das alte Plugin nicht sofort zu löschen. Deaktiviere es zunächst und kontrolliere die Website. Erst wenn die neue Lösung funktioniert und du sicher bist, dass du die alte Erweiterung nicht mehr benötigst, solltest du sie entfernen.

Was tun, wenn sich ein Plugin nicht installieren lässt?

Die Installation über das WordPress-Backend funktioniert normalerweise ohne zusätzliche Konfiguration. Tritt trotzdem ein Fehler auf, solltest du zunächst die einfache Ursache prüfen.

Der Menüpunkt zum Installieren fehlt

Wenn du Plugins → Installieren nicht findest, kann deinem Benutzerkonto die benötigte Berechtigung fehlen.

Bei einer normalen WordPress-Installation können Administratoren Plugins verwalten. In einer WordPress-Multisite oder bei bestimmten verwalteten Hosting-Angeboten können zusätzliche Einschränkungen gelten.

Prüfe deshalb zuerst, mit welchem Benutzerkonto du angemeldet bist und ob dein Hosting die Plugin-Verwaltung einschränkt.

Die ZIP-Datei lässt sich nicht installieren

Kontrolliere zuerst, ob du tatsächlich die Plugin-ZIP-Datei hochlädst.

Bei kommerziellen Erweiterungen enthält ein heruntergeladenes Gesamtpaket manchmal Dokumentationen, Lizenzinformationen und weitere Dateien. Die eigentliche Plugin-ZIP kann sich dann innerhalb dieses Pakets befinden.

Auch eine Theme-Datei lässt sich nicht über die Plugin-Verwaltung installieren. Themes gehören in den Bereich Design → Themes.

WordPress fragt nach FTP-Zugangsdaten

Eine Abfrage nach FTP-Zugangsdaten kann darauf hinweisen, dass WordPress nicht direkt in die benötigten Verzeichnisse deines Webspace schreiben darf.

Versuche in diesem Fall nicht, wahllos Dateirechte zu verändern. Die passende Konfiguration hängt vom Hosting und dessen Servereinrichtung ab.

Wenn die Installation vorher funktioniert hat und plötzlich Zugangsdaten verlangt werden, ist der Support des Hosting-Anbieters die sinnvollste Anlaufstelle.

Nach der Aktivierung erscheint ein kritischer Fehler

Tritt ein Problem unmittelbar nach der Aktivierung eines neuen Plugins auf, solltest du das Plugin zuerst wieder deaktivieren.

Kannst du das WordPress-Backend noch aufrufen, erledigst du das ganz normal unter Plugins → Installierte Plugins.

Ist der Administrationsbereich nicht mehr erreichbar, kannst du als technische Notlösung über den Dateimanager deines Hosters oder per SFTP auf wp-content/plugins/ zugreifen. Benennst du dort den Ordner des betroffenen Plugins um, kann WordPress dessen Dateien nicht mehr regulär laden.

Solche Eingriffe auf Dateiebene sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn die normale Deaktivierung im Backend nicht mehr möglich ist.

Mehrere Plugins für dieselbe Aufgabe vermeiden

Bei Plugins zählt nicht einfach die Anzahl. Entscheidend ist, was die installierten Erweiterungen tatsächlich tun und wie gut sie programmiert sind.

Zwanzig kleine Plugins müssen eine Website nicht automatisch stärker belasten als fünf sehr umfangreiche Erweiterungen. Trotzdem lohnt sich eine übersichtliche Plugin-Liste.

Problematisch werden vor allem unnötige Überschneidungen. Zwei Cache-Plugins, mehrere SEO-Plugins oder verschiedene Sicherheitserweiterungen können dieselben Bereiche von WordPress beeinflussen und sich gegenseitig in die Quere kommen.

Prüfe deshalb vor jeder Neuinstallation, ob eine vorhandene Erweiterung die gewünschte Funktion bereits mitbringt. Auch WordPress selbst kann manche Aufgaben ohne zusätzliches Plugin erledigen.

Plugins, die du dauerhaft nicht mehr verwendest, kannst du löschen. So bleibt die Installation übersichtlicher und du musst weniger Erweiterungen pflegen und aktualisieren.

So gehst du bei einem Plugin-Wechsel vor

Ein direkter Wechsel von einem Plugin zu einem anderen sollte etwas vorsichtiger erfolgen als die Installation einer völlig neuen Funktion.

Prüfe zuerst, welche Daten und Einstellungen das bisherige Plugin verwaltet. Falls die neue Erweiterung Daten übernehmen kann, sollte der Import erfolgen, bevor du die alte Lösung endgültig entfernst.

Danach kannst du das bisherige Plugin deaktivieren und die neue Erweiterung aktivieren. Kontrolliere die betroffenen Seiten und Funktionen gründlich.

Erst wenn alles wie geplant arbeitet und die alten Plugin-Daten nicht mehr benötigt werden, solltest du die bisherige Erweiterung löschen.

Bei Plugins für SEO, Shops, Formulare, Backups oder andere umfangreiche Funktionen kann der genaue Wechsel deutlich komplexer sein. Die einfache Regel „altes Plugin löschen, neues installieren“ ist dort nicht immer ausreichend.

Fazit: Plugins gezielt installieren und ungenutzte Erweiterungen entfernen

WordPress macht die Verwaltung von Plugins im normalen Alltag angenehm einfach. Für Erweiterungen aus dem offiziellen Verzeichnis reicht meistens der Weg über Plugins → Installieren, gefolgt von Jetzt installieren und Aktivieren.

Für einen vorübergehenden Test genügt die Deaktivierung. Die Plugin-Dateien und meist auch die Einstellungen bleiben dabei erhalten, sodass du die Erweiterung später wieder einschalten kannst.

Benötigst du ein Plugin dauerhaft nicht mehr, kannst du es nach der Deaktivierung löschen. Bei umfangreichen Erweiterungen solltest du vorher prüfen, welche gespeicherten Daten davon betroffen sind. WordPress entfernt beim Löschen zwar die Plugin-Dateien, eine vollständige Bereinigung aller zusätzlichen Daten hängt aber vom jeweiligen Plugin ab.

Mit dieser Unterscheidung kannst du deine Plugin-Verwaltung sauber halten, ohne Erweiterungen vorschnell zu löschen oder unnötig auf dem Webserver liegen zu lassen.

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